Wichtiger Hinweis für europäische Reisende nach Okinawa. Auf dem Flughafen von Okinawa schein es nur japanische Toiletten (Loch im Boden) zu geben. Wem dies nicht behagt dringend vorher die Flugzeugtoilette benutzen. *grins*
Unser Hotel hier ist offensichlich überwiegend für Japaner gedacht. Mitarbeiter mit Englishkenntnissen sind rar. Dementsprechend humorvoll gestaltet sich die Konversation. Ich wollte gestern abend noch ein paar weitere Kleiderbügel haben. Der Mitarbeiter am Hauptschalter verstand mich aber nicht so richtig. Daraufhin holte er ein Koffermädchen mit perfekten Englischkenntnisses zur Hilfe. Die hat dann übersetzt. Selbes Spiel im Restaurant. Verspricht noch witziger zu werden. Ich will nachher nach einem Bootstrip nach Iriomote fragen. Mal sehen mit wem ich dafür reden muss. Ratet mit: Ist es a) der Hausmeister, b) das Zimmermädchen oder c) die Rettungsschwimmerin.
Apropos. Das Hotel hat sowohl einen Indoor- wie auch einen Outdoor-Pool. Und natürlich den obligatorisch traumhaften Strand.
Heute morgen haben wir die Bezirke besucht, die wir gestern abend nicht mehr geschafft haben.
Harajuku ist der wohl angesagteste Bezirk Tokyos. Hier sieht man sehr schräge Japaner in noch schrägeren Kostümen (teilweise - aber nicht nur - Anime) rumlaufen.
Hippe Kleidungsgeschäfte mit so exotischen Namen wie "Tralala" reihen sich hier neben Läden für Hundebekleidung oder Jamaikanerbedarf. Ganz in der Nähe befindet sich dann das Olympiastadion und der Yoyogi-Park mit dem Meiji-Schrein.
Park. Schrein. Zwei Stichwörter die natürlich dem Auge der Kamera nicht entgehen dürfen. Denn wo bliebe sonst die Rache für über 20 Jahre Neuschwanstein.
Also ab und rein. Der Schrein ist ein wichtiger Punkt im Leben der Japaner. Hier wird geheiratet und so ziemlich jedes Problem hingetragen. Wir waren relativ früh da und es war noch nicht sehr viel los. Als wir dann gingen, kamen uns gleich mehrere Horden von Menschen entgegen, die alle für Picknick, Hochzeit oder Taufe gen Schrein lustwandelten.
Vorher waren wir noch im Nai-en-Garten. Dies ist ein wunderbar angelegter japanischer Garten der Heim für viele Tiere ist. Wir durften auch Meisen mit Erdnüssen füttern, die wir von einer der Parkaufseherinnen (sehr nett, kein Englisch, dafür tollerant gegenüber meinem Japanisch) bekamen.
Über das oben beschriebene Harajuku sind wir dann nach Shibuya gelaufen.
Dieser Stadtteil ist für westliche Touristen eine einzige große Reizüberflutung. Hunderte Menschen rufen die was zu. Lautsprecherdurchsagen. Musik. Riesendisplay. Und jede Menge Menschen. Ich denke da sprechen die Bilder für sich. Wir waren dann noch in einem Kaufhaus, sind dann aber schnell wieder rausgegangen. Jede Abteilung spiete andere Musik in trommelfellzerstörender Lautstärke. Terror total.
Von dort sind wir mit der U-Bahn in Richtung Hotel gefahren um nach Okinawa zu fliegen.
Der Flug dauerte so in etwa 2 Stunden. Die Taxifahrt zum Hotel dann nochmal eine Ganze. Wir waren dann alle sehr sehr müde, haben noch was gegessen und gehen jetzt ins Bett. In der Hoffnung auf gutes Wetter und Strand morgen. Ich schreibe dann morgen noch ein paar erheiterne erste Eindrücke über das Hotel. Es verspricht hier sehr sehr spaßig zu werden. Kaum einer kann Englisch. Yippie-i-o!
O-Hanami shimashite kudasai.
Ich habe keine Ahnung ob das annähernd richtig ist. Wir haben auf jedenfall das was jeder gute Japaner heute gemacht hat getan: Wir sind in die Kirschblüten gegangen.
Der Ueno Park liegt im Norden Tokyos und ist bei diesem Anlass sehr beliebt. Der Park umfasst gleich diverse Schreine und Tempel sowie mehrere Museen.
Auf der Hauptpromenade werden Parzellen für das Kirschblütenfest abgeteilt. Vereinzelt feierte man auch schon, obwohl die Kirschblüten noch etwas auf sich warten ließen und nur vereinzelt zu sehen waren.
Es ist schon erstaunlich das es in dieser großen lauten Stadt viele große Park gibt. Noch erstaunlicher ist es wie ruhig es in diesen Parks ist. Fast kein Straßenlärm. Nur laute Enten und Möwen.
In jedem Park in Tokyo scheint sich mindestens ein Schrein und/oder Tempel zu befinden. Zur kurzen Erläuterung. Man spricht von Schrein wenn es sich um eine religiöse Stätte der Shintô-Religion und von einem Tempel, wenn es was Buddhistisches ist. Wir haben unter anderem den Inari-Schrein besucht. Hier stehen viele Fuchs-Statuen, die den Gott symbolisieren dem der Tempel geweiht ist.
Vom Ueno Park sind wir mit der Metro zum Senso-ji-Tempel gefahren. Eigentlich ist das eine ganze Tempelanlage mit einer Einkaufsmeile davor. Hier wird so alles angeboten, was man als Japaner so als Souvenir (omiyage) mit nach Hause bringen muss, wenn man in der Hauptstadt war. Ich habe mir eine Packung Reiscracker (senbei) mit Seetang gekauft. (210 Yen, kann man nicht meckern).
Der Tempel selbst ist unglaublich stark frequentiert. Hier schein man auch mal in der Mittagspause oder auf dem Weg zu irgendwas einfach mal vorbeizukommen. Die Haupthalle des Tempels ist mit sehr bunten Deckengemälden verziert.
Von dort ging es nach Shinjuku im Westen Tokyo. Hier kann man in großen Kaufhäusern sein ganzes Geld loswerden. *grins*
Oder einfach nur schauen. Hier befinden sich auch die bekannten Hochhäuser Japans wie zum Beispiel die Stadtverwaltung.
Obwohl es erst 18 Uhr war, waren wir einfach viel zu Müde um weiterzulaufen. Wir sind nach Hause gefahren und einfach nur ins Bett gefallen.
*gähn* *gähn* *gähn* Jetlag. Es ist gerade 5:20 Ortszeit. Vor meinem Hotelzimmer geht die Sonne auf und ich habe den ersten Tag Tokyo hinter mir. Der endete allerdings ziemlich früh, da wir alle doch noch sehr müde waren. Ab zum Frühstücksbuffet und raus in die Welt.